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AMB Generali Outperformer 20.01.2003
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von AMB Generali (WKN 840002) unverändert als Outperformer ein.
AMB Generali habe für 2002 überraschend eine Gewinnwarnung abgegeben, wonach im Gesamtjahr 2002 entgegen der ursprünglichen Prognose vom November ein Verlust ausgewiesen werde. Begründet werde dies mit zusätzlichen Abschreibungen auf Wertpapiere in einer Höhe von 1 Mrd. Euro. Davon entfalle mit 700 Mio. Euro der größte Teil auf die 7,76%-ige Beteiligung an der Commerzbank, weitere 300 Mio. Euro entfielen auf kleinere Gesellschaften. Die Commerzbank-Beteiligung sei auf 7,45 Euro abgeschrieben worden.
Dabei habe die Commerzbank von der strengeren IAS-Bilanzierungsrichtlinie Gebrauch gemacht, wonach Aktien und Beteiligungen auf den Marktwert abgeschrieben, wenn diese sechs Monate vor dem Bilanzstichtag 20% unter dem Buchwert notieren würden. Das operative Geschäft sei in 2002 zufriedenstellend verlaufen, die Prämieneinnahmen seien um 4,1% auf 11,6 Mrd. Euro gestiegen. Die Dividende für 2002 solle bei 1,35 Euro liegen. Das über den Vertriebspartner Commerzbank abgeschlossene Neugeschäft habe in 2002 unter den Planerwartungen gelegen. Das abgeschlossene Beitragsvolumen der verkauften Lebensversicherungen habe mit 500 Mio. Euro lediglich das Vorjahresniveau erreicht.
AMB Generali (AMB) habe im dritten Quartal einen Verlust von 151 Mio. Euro erzielt und damit die Markterwartungen verfehlt. In den ersten neun Monaten sei der Gewinn um 98% auf nur noch 4,7 Mio. Euro gesunken. Der Gewinneinbruch sei auf außerordentliche Verluste aus Kapitalanlagen zurückzuführen, die sich netto auf 2,4 Mrd. Euro summiert hätten. Da die laufenden Kapitalerträge mit 2,6 Mrd. Euro nur unwesentlich rückläufig gewesen seien (2,7 Mrd. Euro), habe per saldo noch ein positives Gesamtkapitalanlageergebnis von 0,2 Mrd. Euro ausgewiesen werden können. Operativ sei das Geschäft zufriedenstellend verlaufen.
So hätten die Bruttobeiträge um 3,7% auf 8,7 Mrd. Euro gesteigert werden können. Bislang seien 500.000 Riester-Verträge verkauft worden. Das Eigenkapital habe sich von 3,38 Mrd. Euro Ende 2001 auf 2,89 Mrd. Euro per 30.09.02 verringert. Dabei hätten sich hier nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen in Höhe von 355 Mio. Euro bemerkbar gemacht, die sich in der Neubewertungsrücklage niedergeschlagen hätten. Die Aktienquote bei den Kapitalanlagen habe per November konzernweit unter 10% gelegen. Die Combined Ratio habe sich auf Grund von Naturkatastrophen von 96,2% auf 103,2% verschlechtert.
Laut Vorstandschef Thießen stelle der Zukauf eines Wettbewerbers für AMB eine interessante Option dar, allerdings müsse das Beitragsvolumen dadurch signifikant gesteigert werden. Als mögliche Zielgröße habe er ein Beitragsvolumen von 250 Mio. Euro bis 2 Mrd. Euro genannt. Kleinere Wettbewerber seien uninteressant. Zudem habe Thießen eine Absenkung der Überschussbeteiligung für 2003 angekündigt.
AMB Generali sei im deutschen Versicherungsmarkt gut positioniert und verfüge mit dem starken Vertriebsapparat über einen Wettbewerbsvorteil, der überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten ermögliche. Die jüngste Abschreibung auf den Wertpapierbestand sehe man positiv, da stille Lasten abgebaut worden seien, was sich langfristig positiv auswirken sollte. Die Auswirkungen der Kapitalmarktschwäche seien im Kurs weitgehend eingepreist.
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bestätigen ihre Outperformer-Einschätzung für die Aktie von AMB Generali.
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